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6. Schreibhandwerk: Figurenpsychologie in Fantasy- Romanen

Eure Fantasy-Figuren sollten nicht wirken wie moderne Menschen, die der Autor mal eben "Elf" oder "Vampir" nennt. Etwas anders als moderne Menschen sollten Fantasy-Figuren schon denken.

1. Psychologie der Figuren an die Fantasy-Welt anpassen

Leben eure Fantasy-Figuren in Wäldern, sollten sie beim ersten Besuch einer Stadt keine "Giebel", "Ballustraden" und "Kapitelle" kennen. Der Waldjunge denkt beim Werfen eines Steins auch nicht in "Metern". Der Stein ist "weit" geflogen" trifft sein Denken besser.

Das Denken eurer Fantasy-Figuren ergibt sich durch die Welt, in der sie leben.

2. Psychologie der Fantasy-Figuren an die Szene anpassen

Viele Fantasy-Autoren lassen ihre Figuren in einer Szene über die falschen Dinge nachdenken. Ein Beispiel:

Deine Fantasy-Figur geht über den Marktplatz. Sie verfolgt unauffällig einen Magier. Doch ihre Gedanken kreisen um die Preise der Zauberstäbe, die Qualität der Zaubertränke und die Währung deiner Fantasy-Welt.

Zwar erfährt dein Leser viel über die Stadt, nur dass deine Figur einen Magier verfolgt, glaubt dir niemand mehr. Ihre Gedanken und Blicke sind bei den Zauberstäben.

Webe die Beschreibung des Marktes nebensächlich ein und lasse Details weg. Statt deine Fantasy-Figur über die Qualität der Zauberstäbe grübeln lassen, schreibe:

"Sie ging an den Ständen voller Zauberstäbe und Zaubertränke vorbei und folgte weiter dem Fremden."

Hier sind die Zauberstäbe und Zaubertränke nebensächlich untergebracht. Der Blick der Fantasy-Figur auf die Waren ist nur flüchtig.

Besonders häufig machen Autoren diesen Fehler in Fantasy- Romanen bei Gefahren. Die Figur ist auf der Flucht oder im Kampf verwickelt und trotzdem betrachtet sie die Schönheit der Architektur.

3. Extreme Fantasy-Charaktere glaubwürdig gestalten

Deine Fantasy-Figur fängt alle fünf Minuten zu heulen an? Oder sie ergibt sich, obwohl sie ein Schwert hat und der Gegner unbewaffnet ist?

Bei Fantasy-Figuren mit extremem Charakter muss der Autor besonders stark auf die Glaubwürdigkeit achten. Diese Fantasy-Figuren weichen im Denken und Handeln deutlich vom Durchschnittsmenschen ab und mancher Leser kritisiert als unglaubwürdig ("So handelt niemand!").

Als Autor hat man zwei Möglichkeiten:

Entweder man erfindet Fantasy-Figuren im Rahmen der Durchschnittspsychologie und Durchschnittsrationalität oder man beschreibt ungewöhnliche Figuren glaubwürdig. Und Glaubwürdigkeit schafft man durch Gründe - Ursachen, Begründungen und Motivationen.

Die Gründe liegen entweder im Innern der Fantasy-Figur (innere Zwänge) oder die Figur ist äußeren Zwängen ausgesetzt.

Vielleicht hat die Heulsuse eine genetische Veranlagung zur Übersensibilität und kann nichts dafür. Vielleicht hat sie auch eine sehr pazifistische Erziehung erhalten und will niemanden verletzen, sodass sie sich ohne Waffe ergibt.

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